Logistik-IT-Entscheider und SAP-Anwender im Versand stellen sich häufig zwei Fragen zugleich: Wie tief muss CEP One in bestehende SAP-Prozesse eingreifen, und was passiert, wenn das Versandvolumen deutlich steigt?
Einleitung
CEP One ist als Integrationsschicht so konzipiert, dass sie sich in bestehende SAP-Warenausgangsprozesse einfügt, statt sie zu ersetzen. Dieser Beitrag beschreibt, wie automatisierter Datenabruf, Label- und Dokumentendruck sowie Skalierung mit dem Versandvolumen innerhalb dieser Schicht zusammenspielen – und welche Rolle eine zentrale Kontrollinstanz für die Versandkommunikation dabei übernimmt.
Nahtlose Einbindung in bestehende SAP-Warenausgangsprozesse
CEP One fügt sich nahtlos in bestehende Liefer- und Warenausgangsprozesse direkt im SAP-System ein. Statt einen separaten Versandprozess neben dem SAP-Standard aufzubauen, greift CEP One in den vorhandenen Ablauf ein und ergänzt ihn um die Carrier-Anbindung. Für SAP-Anwender im Versand bedeutet das: Der bekannte Ablauf im Warenausgang bleibt bestehen, während im Hintergrund die Kommunikation mit dem jeweiligen Carrier automatisiert abläuft. Dadurch entsteht kein separater Bedienweg, an den sich Versandsachbearbeiter erst gewöhnen müssten – die Integrationsschicht bleibt für den täglichen Ablauf weitgehend unsichtbar.
Automatisierter Datenabruf aus SAP ECC, S/4HANA, EWM und TM
Versanddaten werden automatisiert aus SAP ECC, S/4HANA, EWM oder TM abgerufen und strukturiert an den jeweiligen Carrier übermittelt. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem der vier SAP-Systeme der Versandauftrag stammt – CEP One übernimmt den Datenabruf jeweils nach demselben Prinzip. Versandaufträge werden darüber hinaus automatisch beim angebundenen Carrier angemeldet, sodass keine manuelle Doppelerfassung außerhalb des SAP-Systems notwendig wird. Das reduziert den Abstimmungsaufwand zwischen dem Versandteam und den einzelnen Carriern spürbar, weil dieselben Daten nicht ein zweites Mal in ein separates System eingetragen werden müssen.
Label- und Dokumentendruck über den SAP-Standarddruckprozess
Auch beim eigentlichen Label- und Dokumentendruck bleibt CEP One eng an den SAP-Standard angebunden. Carrierspezifische Versandlabels werden automatisch generiert und direkt in den SAP-Prozess zurückgegeben. Der Druck selbst erfolgt dabei nicht über einen zusätzlichen, separaten Druckweg, sondern über die im SAP-System bereits vorhandenen Mechanismen: Nachrichtenarten in SAP ECC und S/4HANA sowie PPF in EWM und TM. Für Versandsachbearbeiter bedeutet das, dass Label und Versanddokumente über dieselben Drucker und Prozesse ausgegeben werden, die sie aus dem übrigen SAP-Warenausgang bereits kennen – unabhängig davon, welcher Carrier im Hintergrund tatsächlich beauftragt wurde.
Skalierung mit dem Versandvolumen ohne Re-Engineering
Ein zentraler Vorteil der Integrationsschicht zeigt sich, sobald das Versandvolumen wächst: CEP One wächst mit dem Versandvolumen, ohne dass bei steigendem Durchsatz ein Re-Engineering des SAP-Systems nötig wird. Weil das gesamte carrier-spezifische Mapping in CEP One liegt und nicht im SAP-Core, wirkt sich ein steigendes Sendungsaufkommen nicht auf die SAP-Prozesse selbst aus. Für Logistik-IT-Entscheider bedeutet das planbare Skalierung: Ein zusätzliches Versandvolumen erfordert keine neue Anpassung des SAP-Systems, sondern wird innerhalb der bestehenden Integrationsschicht abgefangen.
Governance und zentrale Kontrolle über die Versandkommunikation
Neben Prozessintegration und Skalierung übernimmt CEP One eine weitere Rolle: Als zentrale Kontrollinstanz bündelt die Integrationsschicht die gesamte Versandkommunikation an einer Stelle, statt sie auf einzelne Punkt-zu-Punkt-Anbindungen zu verteilen. Das erleichtert die Übersicht über alle angebundenen Carrier, weil Änderungen an einer einzelnen Carrier-Schnittstelle ausschließlich innerhalb von CEP One nachgezogen werden müssen. Für SAP-Teams reduziert das den Aufwand, mehrere Einzelanbindungen parallel im Blick zu behalten.
Fazit
Prozessintegration, automatisierter Datenabruf, SAP-Standarddruck und Skalierbarkeit ohne Re-Engineering greifen bei CEP One ineinander: Die Integrationsschicht ergänzt bestehende SAP-Warenausgangsprozesse, statt sie zu ersetzen, und bleibt dabei zentrale Kontrollinstanz für die gesamte Versandkommunikation – unabhängig davon, wie stark das Versandvolumen wächst. Mehr zur zugrunde liegenden Architektur liefert der Artikel Was ist die zentrale Integrationsschicht von CEP One?, Details zur technischen Basis finden sich im Beitrag CEP One: Technologie-Basis mit SAP BTP und Integration Suite.
