CEP One API-Datenfluss: Der Versandprozess in vier Schritten

SAP-Entwickler und IT-Architekten, die eine Anbindung an CEP One technisch bewerten, fragen häufig zuerst, was beim Versand eines Pakets im Hintergrund tatsächlich passiert – welche Systeme in welcher Reihenfolge angesprochen werden und wie die Verbindung technisch aufgebaut ist. Dieser Beitrag beschreibt den Versandprozess Schritt für Schritt.

Einleitung

Ein einzelner Versandvorgang durchläuft bei CEP One einen klar definierten, vierstufigen Ablauf zwischen SAP-System, CEP One und dem jeweiligen Carrier. Dieser Artikel erklärt diese vier Schritte im Detail, beschreibt die zugrunde liegende technische Verbindung und zeigt, welche Aufgaben zentral in CEP One verwaltet werden, statt im SAP-System selbst.

Der Versandprozess in vier Schritten im Überblick

Der Versandprozess läuft in vier Schritten ab: Das SAP-System sendet einen standardisierten Request an CEP One – immer im gleichen Format, unabhängig vom Carrier. CEP One transformiert (mappt) die Daten in das carrier-spezifische Format und routet sie an den richtigen Dienstleister. Der Carrier erstellt das Label, registriert die Sendung und sendet eine Bestätigung zurück. CEP One normalisiert die Carrier-Antwort und liefert sie in einem einheitlichen Format an SAP zurück, inklusive Sendungsnummern und Trackingdaten.

Schritt 1: Standardisierter Request aus dem SAP-System

Der Prozess beginnt im SAP-System: Es sendet einen standardisierten Request an CEP One – immer im gleichen Format, unabhängig davon, welcher Carrier später beauftragt wird. Für SAP-Entwickler bedeutet das: Die SAP-seitige Logik muss sich nicht um carrier-spezifische Unterschiede kümmern, sondern kommuniziert durchgehend mit demselben Format.

Schritt 2: Mapping und Routing zum passenden Carrier

Im zweiten Schritt transformiert (mappt) CEP One die eingehenden Daten in das jeweilige carrier-spezifische Format und routet sie an den richtigen Dienstleister. SAP und die Carrier sind dabei architektonisch vollständig entkoppelt; das carrier-spezifische Mapping liegt vollständig in CEP One, nicht in SAP. Für IT-Architekten ist das die zentrale Eigenschaft dieses Schritts: Die eigentliche Übersetzungsarbeit zwischen den Formaten findet ausschließlich innerhalb von CEP One statt.

Schritt 3: Label-Erstellung und Sendungsbestätigung beim Carrier

Im dritten Schritt übernimmt der Carrier: Er erstellt das Versandlabel, registriert die Sendung in seinem eigenen System und sendet eine Bestätigung an CEP One zurück. Dieser Schritt liegt auf Seiten des jeweiligen Dienstleisters und ist der einzige Schritt im Ablauf, der außerhalb von SAP und CEP One stattfindet.

Schritt 4: Rückmeldung an SAP mit Sendungsnummer und Trackingdaten

Im vierten und letzten Schritt normalisiert CEP One die Carrier-Antwort und liefert sie in einem einheitlichen Format an SAP zurück, inklusive Sendungsnummern und Trackingdaten. Damit schließt sich der Kreis: Aus SAP-Sicht startet und endet der Prozess im selben, einheitlichen Format – unabhängig davon, wie unterschiedlich die Formate der beteiligten Carrier tatsächlich sind.

Die technische Verbindung: RFC oder HTTPS

Die Verbindung zwischen SAP-System und CEP One erfolgt über RFC oder HTTPS. Ändert sich später die API eines einzelnen Carriers, wird diese Änderung zentral in CEP One nachgezogen und wirkt sich nicht auf das SAP-System aus – die vierstufige Prozesslogik aus SAP-Sicht bleibt dabei unverändert.

Zentrale Verwaltung von Mapping, Routing und Security Material

CEP One übernimmt zentral KEP-Mapping, KEP-Routing und Message Processing sowie KEP-Authentifizierung und Security Material. Aus dem SAP-Backend wird unabhängig vom Carrier immer dieselbe standardisierte Datenstruktur an CEP One gesendet. Für SAP-Entwickler und IT-Architekten heißt das: Alle Aufgaben, die sich carrier-spezifisch unterscheiden könnten – Formatübersetzung, Routing, Authentifizierung –, sind an einer einzigen Stelle gebündelt und nicht über SAP-seitige Konfigurationen verteilt.

Fazit

Der Versandprozess bei CEP One folgt einem festen, vierstufigen Ablauf – vom standardisierten SAP-Request über Mapping und Routing bis zur Label-Erstellung beim Carrier und der normalisierten Rückmeldung an SAP. Die technische Verbindung erfolgt über RFC oder HTTPS, während Mapping, Routing und Security Material zentral in CEP One verwaltet werden. Für SAP-Entwickler bedeutet das: Carrier-spezifische Änderungen bleiben innerhalb von CEP One und wirken sich nicht auf das SAP-System aus. Wie die zentrale Integrationsschicht von CEP One grundsätzlich aufgebaut ist, beschreibt der Artikel Was ist die zentrale Integrationsschicht von CEP One?; auf welcher Technologie-Basis CEP One dabei läuft, erklärt der Beitrag CEP One: Technologie-Basis mit SAP BTP und Integration Suite.

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